11 Tag 35 Neuschnee, Wind und White Out

Die Zuversicht unseres Vortages hielt an, als wir bereits am Morgen bei angenehmen -7°C einen Nebelbogen und einen wunderschönen Halo bestaunen konnten. Die durch die Wolken scheinende Sonne ließ uns auf einen guten Tag hoffen. Leider mussten wir zeitnah feststellen, dass der gefallene Neuschnee nicht optimale Bedingungen für ein schnelles Vorankommen versprach. Da uns zudem noch die Anstrengung des vorherigen Tages ziemlich in den Knochen steckten, bauten wir bereits nach 14 km unser Camp 26 „Weiße Ebene“ auf, welches wir dem zweifachen Expeditionsleiter Wieland Adler widmen.

Auch am nächsten Tag hatte uns leider wieder der Neuschnee im Griff. Voller Enthusiasmus heute wieder einmal gut voranzukommen, wurden wir nicht nur sprichwörtlich von dem Neuschnee ausgebremst. Man könnte meinen der Neuschnee sei eine gute Sache, jedoch ist genau das Gegenteil der Fall. Durch seine lockere Lagerung erschwert er das Gleiten der Ski, was uns in unserem Vorankommen mächtig zu schaffen macht. So war es auch heute. Mit viel Willen und Kraft erkämpften wir uns (für diese Bedingungen) stolze 15 km und bauten im Anschluss erschöpft unser Camp 27 auf, welches wir Ingrid und Dieter Seidemann widmen. Ganz im Motto des Tages erhält es den Namen „Powderpech“.

Auch am darauffolgenden Tag verbesserte sich die Wetterlage nicht für uns… Ganz im Gegenteil. Wir kämpfen mit einem sehr frühen Winterbeginn, welcher sich durch Neuschnee und sehr milde Temperaturen äußert. Diese führen dazu, dass der Schnee noch schwieriger passierbar wird, als wir es ohnehin schon aus den letzten Tagen kennen. Insgesamt führt die Wetterlage dazu, dass das Spuren im Schnee immer schwerer wird. Die rund 2 m langen Pulken sinken meist um die 15 cm in den Schnee ein, was für uns Schwerstarbeit bedeutet. Zudem machen uns ein leichter Gegenwind und eine schlechte Sicht sehr zu schaffen. Teilweise müssen wir durch das absolute white out hindurch. Auf Grund dieser Bedingungen beenden wir den Expeditionstag nach 12 km und errichten erschöpft unser Camp 28 „Wintereinbruch“, welches wir Michael Kelm widmen.  

Nach diesem Tag begann der Mittwochmorgen dann auch noch mit einem Desaster. Wir scheinen am Vorabend unsere Schneemauer nicht optimal ausgerichtet zu haben. Da in der sehr kalten Nacht (-22°C) ein starker Wind aufzog, wurde uns dies zum Verhängnis. Unsere Zelte wurden mit Schnee zugeschüttet und unsere Küche, sowie das Vorzelt eingeweht. Dies bedeutete für uns das Umsetzen der Mauer und das Befreien der Zelte von dem Schnee – vor dem Frühstück! Nach diesem verheißungsvollen Start in den Morgen konnten wir unsere heutige Etappe zwar erst um 11:10 Uhr beginnen, kamen aber noch 14,5 km voran. Der starke Wind hatte den Schnee etwas verfestigt und unterstützte uns teilweise als Rückenwind. Bei dem abendlichen Campaufbau des Camps 29 beruhigte sich das Wetter und die Sicht klarte etwas auf. Um nicht morgen enttäuscht zu sein, nennen wir das heutige Lager vorsichtig „Trügerische Hoffnung“ und widmen es Darja, Viktoriya und Konstantin.

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The confidence of our previous day continued when we were able to marvel at an arc of fog and a beautiful halo in the morning at a pleasant -7 ° C. The sun shining through the clouds made us hope for a good day. Unfortunately, we soon discovered that the fresh snow that had fallen did not promise optimal conditions for rapid progress. Since the exertion of the previous day was pretty much in our bones, we set up camp 26 “White Plain” after 14 km, which we dedicate to the two-time expedition leader Wieland Adler.

The next day the fresh snow unfortunately had us under control again. Full of enthusiasm to make good progress again today, we were not only literally slowed down by the fresh snow. You might think the fresh snow is a good thing, but the opposite is the case. Due to its loose storage, it makes it difficult for the skis to slide, which is a major problem for us in our progress. It was the same today. With a lot of will and strength we fought for a proud 15 km (for these conditions) and then, exhausted, set up camp 27, which we dedicate to Ingrid and Dieter Seidemann. In keeping with the motto of the day, it was given the name “Powder pitch”.

The weather didn’t improve for us on the following day either … On the contrary. We are struggling with a very early start of winter, which manifests itself in fresh snow and very mild temperatures. These lead to the fact that the snow is even more difficult to pass than we already know from the last few days. Overall, the weather conditions mean that traces in the snow are becoming increasingly difficult. The 2 m long clusters usually sink around 15 cm into the snow, which means hard work for us. In addition, a slight headwind and poor visibility make us very difficult. Sometimes we have to go through the absolute white out. Due to these conditions, we end the expedition day after 12 km and, exhausted, set up our Camp 28 „Onset of Winter“, which we dedicate to Michael Kelm.

After that day, Wednesday morning began with a disaster. We don’t seem to have aligned our snow wall optimally the night before. As a strong wind came up in the very cold night (-22 ° C), this was our undoing. Our tents were filled in with snow and our kitchen and awning were blown in. For us this meant moving the wall and clearing the tents from the snow – before breakfast! After this promising start in the morning, we could not begin today’s stage until 11:10, but we made 14.5 km of progress. The strong wind had hardened the snow a bit and partly supported us as a tail wind. When camp 29 was set up in the evening, the weather calmed down and the view cleared up somewhat. In order not to be disappointed tomorrow, we carefully call today’s camp “Deceptive Hope” and dedicate it to Darja, Viktoriya and Konstantin.

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Schlechte Sicht und Neuschnee (Referenzbild 2017)

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