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Arktistraining Teil 6 – „gesunde“ Ernährung und erholsamer Schlaf auf Wintertouren

Expeditionsteilnehmer und erfahrener Grönlandquerer Frank Polte schreibt für unseren Iceploration Blog über die wichtigen Themen Ernährung und Schlaf auf Wintertouren.

Expeditionen und Touren in der Arktis bieten in vieler Hinsicht Herausforderungen. Dabei reduzieren sich die Aktivitäten neben dem Erreichen des Hauptzieles oft auf die grundlegenden Bedürfnisse Ernährung, Schlaf, Toilettengang, Wärme. Besonders die Ernährung und Schlaf sind wichtig um die Leistungsfähigkeit zu behalten. Im Grunde ist das ähnlich wie im Sport. Die Balance zwischen genügend Ernährung, körperlicher Anstrengung und Erholung sind sehr wichtig.

Von den Energiereserven zehren?

Das wird um so wichtiger je länger die Tour dauert. Bei kürzeren Touren kann man von seinen Reserven zehren wenn man nicht genügend Ernährung zuführt, genauso kann man zu wenig Erholung kompensieren. Wenn die Tour jedoch länger als 1-2 Wochen dauert, ist es wichtig eine Balance zwischen Ernährung, Anstrengung und Erholung zu haben.

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Bei unserer Hardangervidda Vorbereitungstour konnten wir zwar nur teilweise dieses Verhältnis testen, aber durchaus nützlicher Erfahrungen sammeln.

Trockenfutter auf Tour

Um Gewicht und Volumen zu sparen, benutzten wir gefriergetrocknete Trekkingnahrung. Diese gibt es in vielen verschiedenen Varianten, so kann man durchaus sehr variiert speisen wenn man auf Tour ist. Diese getrocknete Nahrung wird nur in heißes Wasser eingerührt und nach kurzer Zeit ist das Essen fertig. Mit getrockneter Nahrung spart man etwa 30% an Gewicht und Volumen. An einem typischen Tag speisten wir etwa folgendes.

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Der Essensplan auf Wintertour

Zum Frühstück Müsli mit Milchpulver, Kaffee oder Tee. Tagsüber 2-4 Energieriegel, etwas Schokolade oder Nüsse oder Kekse. Jeder hat mindestens 1 l Tee in seiner Thermosflasche.

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Zum Abend gab es als Starter eine Suppe mit etwas Salami und getrocknetem Brot. Als Hauptgericht aßen wir dann die Trekkingnahrung. Zu trinken gab es Tee und wenn man Glück hatte, gab es einen Schuss Rum hinein. Das aber nicht an jedem Tag. Solche Schmäckerchen wir einen Schluck Rum im Tee, eine extra Schokolade, Kaffee oder Eierkuchen zum Nachtisch sind sehr wichtig für das Gemüt und heben immer die Stimmung.

Gewicht und Energie

Ein solcher Essenplan funktioniert auf kürzeren Touren bis 2 Wochen ganz gut. Bei längeren Touren in der Arktis wie einer Grönlanddurchquerung sollte man von einem Energiebedarf von mindestens 4000 kcal per Person ausgehen. Um diese Energiemenge zu erreichen kan man den Essenplan mit hochenergetischen Nahrungsmitteln ergänzen. Das sind zum Beispiel Speck, Öl, Pemikan oder Peronin. Da wird der Pulka schnell recht schwer. Je länger die Tour, desto wichtiger werden Gewicht und Volumen. Geringes Gewicht und Volumen sind natürlich auch bei kürzeren Touren von Vorteil, jedoch sind diese da keine begrenzenden Faktoren.

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Hochenergienahrung Pemikan und Peronin

Pemikan und Peronin sind sehr interessante Nahrungsmittel mit hohem Energiegehalt. Pemikan ist eine Fett-Fleischmischung mit Kräutern und Beeren gewürzt welche von den Inuit schon vor vielen Jahrhunderten genutzt wurde. Peronin ist genau das Gegenteil. Das ist ein kommerzielles Produkt welches ausgehend von künstlicher Ernährung für Ausdauersport und Expeditionen entwickelt wurde. Es ist sehr leicht verdaulich und wird als eine Art Milkshake getrunken. Peronin nutzten wir vorzugsweise früh oder tagsüber und Pemikan als Zusatz zum Abendessen.


Da die Ernährung so wichtig ist, wenn man auf längere Expedition geht, sollte das zuvor ausprobiert werden. Individuelle Vorlieben und Besonderheiten müssen berücksichtigt werden. Da ich zum Beispiel nicht jeden Tag Müsli zum Frühstück essen möchte, werde ich mich für Alternativen wie Rührei oder Gemüsemix einsetzen. Auch die Körpergrösse ist wichtig, ein großer Mensch verbraucht mehr Kalorien als ein kleiner. Auf Tour hat man in der Regel immer Hunger, daher ist es wichtig einen Essenplan aufzustellen um ausreichend essen für alle Teilnehmer für die gesamte Tour zu haben.

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Geruhsamer Schlaf im Schlafsack bei Minustemperaturen

Nach einem anstrengenden Tag auf Tour mit Ski und Pulka schläft man normalerweise sehr gut. Dazu die frische Luft und die Stille, das ist einfach herrlich. Naja, nicht immer ist es so ruhig und die frische Luft kann etwas zu frisch sein wenn es sehr kalt ist. Bei Wind flattert das Zelt und das kann einem den Schlaf rauben. Wenn es dagegen schneit, wird alles ganz still, da der Schnee alle Gerausche dämpft. Das ist das schönste und ich schlafe da immer wunderbar. Gewöhnlich ist es dann auch nicht so kalt, denn der Schnee isoliert sehr gut. Wenn das Zelt wegen des straffen Windes jedoch knattert helfen dann nur die Ohrenstöpsel es sei denn man ist derart erschöpft dass man eine Art Ohnmachtsschlaft schläft.

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Isomatten – eine gute Grundlage

Um gut schlafen zu können sind auch ein warmer Schlafsack und 2 gute Isolationsmatten nötig. Mit einer Matte spürt man gewöhnlich die Kälte hindurch wenn man auf Eis oder einem Gletscher liegt. Zwei Matten sind da besser. Der Schlafsack sollte warm genug und kompfortabel sein. Für extra kalte Tage kann man entweder mehr warme Unterwäsche oder Fleece anziehen oder einen dünnen Überschlafsack benutzen. Dann wird‘s kuschelig.
Boenas noches!

Disclaimer: Vielen Dank für die Unterstützung mit Ausrüstung durch Aclima, Picture Organic Clothing, Alfa Sko, Sporten Ski, Blå Band Trekkingnahrung.

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Arktistraining Teil 5: Skitouren in der Hardangervidda

Marco, Student der Geodäsie und Teilnehmer beim Arktistraining gibt einige Tipps zum Skifahren. Er ist erfahrener Skitourengeher und wird bei der Grönlandtraverse dabei sein.

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Gepäcktransport auf Mehrtagestouren

Bei Mehrtagestouren kommt doch allerhand an Gepäck für das Camp und zur Verpflegung der Reisenden zusammen. So ist es wesentlich bequemer und rückenschonender, anstelle eines Rucksackes zu tragen, ein Pulka (aus dem lappischen, irrtümlich auch als die Pulka bezeichnet) durch den Schnee zu ziehen. Dieser Schlitten wird mit Hilfe eines Gurtes und einem Gestell mit der ziehenden Person verbunden.

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Leichtes Gestänge als Gestell anstelle von Seilen eignete sich vor allem bei Abfahrten besser, da der Pulka einen nicht von hinten überrollt, sobald man etwas gebremst hat.

Auf unserer Trainingtour hatten wir Pulken von 40 kg bis 60 kg zu ziehen, in Grönland können die bepackten Schlitten bis zu 100kg wiegen.

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Skifahren in unberührter Natur

Abseits von Loipen und gespurten Wegen ist meistens weicherer Schnee anzutreffen, der das Fahren mit normalen Langlauf-Ski erschwert, da aufgrund der geringen Fläche die Ski nicht „aufschwimmen“ sondern sich eher in den Schnee eingraben. Breitere, sogenannte Backcountry-Ski, eignen sich daher eher für tieferen und weicheren Schnee wie zum Beispiel im ungespurten Gelände der Hardangervidda in Norwegen. Zumal diese auch meistens Stahlkanten besitzen, um den Ski vor Verschleiß beim Spuren zu schützen. Bei unserer Hardangervidda-Trainingstour kamen Expeditions-Ski von Sporten zum Einsatz, die diese Eigenschaften aufwiesen und sich in Verbindung mit den Pulken bestens bewährt haben. Dazu kommen Expeditionsschuhe von ALFA. Diese zeichnen sich besonders durch ihre wind- und wärmeisolierenden Eigenschaften und ihren bequemen Sitz aus.

 

Kalte Füße gab es somit nur in seltenen Fällen. Bei Steigungen, auch wenn diese nur sehr gering waren, brauchte man sich um kalte Füße sowieso keine Sorge machen: Der Pulka entpuppt sich plötzlich als Betonklotz, der dich nur widerwillig Schritt für Schritt und verbunden mit sehr viel Schweiß vorwärts kommen lässt. Ohne Felle, die unten an die Ski geklebt werden, ist ein Vorwärtskommen fast unmöglich.

Die funktionieren dabei so, dass die Fellhaare sich beim Streichen in die entgegengesetzte Richtung aufstellen und so ein zurückgleiten verhindern. In Gebieten wie dem grönländischen Inlandeisschild existieren jedoch kaum Anstiege, sodass Felle eher selten gebraucht werden.

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Routenbestimmung

In der Hardangervidda befinden sich neben Loipen diverse Winterrouten, die teilweise durch Zweige im Schnee gekennzeichnet werden. Diese Zweige sind in einem geringen Abstand zueinander in den Schnee gesteckt und überstehen starken Wind und Schneesturm. Da die Landschaft ringsherum nahezu nur weiß ist, erkennt man die Zweige relativ gut. Ohne diese Zweige als Orientierung muss man auf Karte, Kompass und GPS-Gerät zurückgreifen.

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Sofern welche sichtbar sind, lassen sich markante Punkte in der Ferne ebenso als Orientierungspunkt oder Richtungsgeber verwenden. Bei sehr starkem Schneefall ist die Navigation ohne Orientierungspunkte kompliziert und erfordert genaue Kenntnisse im Umgang mit Karte, Kompass und GPS-Gerät. Dadurch, dass sowohl Boden als auch Himmel weiß ist und man keine Konturen oder dergleichen erkennen kann, ist es schwierig für den Körper, das Gleichgewicht zu halten und so manchem wird etwas übel.

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Pausen

In relativ regelmäßigen Abständen werden Pausen gemacht, um seinen Körper mit der erforderlichen Energie wieder aufzutanken. Durch das kontinuierliche Aufheizen des Körpers in der Kälte und der sportlichen Betätigung, benötigt man sehr viel mehr Energie und muss somit auch mehr zu sich nehmen. Schokolade, Müsliriegel und getrocknete Salamisticks, sowie der Klassiker Nüsse, eignen sich zum schnellen Befüllen des Energiehaushalts.

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Natürlich sollte auch viel getrunken werden. Hier kommt heißer Tee aus der Thermoskanne zum Einsatz. Sobald man sich zu Beginn der Pause aus dem Gestell ausgegurtet hat, sollte man sich auch gleich eine Daunenjacke überwerfen. Mit den normalen Kleidungsstücken wird einem schnell kalt, aufgrund der fehlenden Bewegung. So endet eine Pause auch relativ zügig, denn die Kälte treibt einem zum Weiterlaufen an.

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Noch viel mehr Tipps zum Schlafen auf Wintertour, zur richtigen Kleidung oder über den Campaufbau und über das stille Örtchen liest du in weiteren Blogposts.

Disclaimer: Vielen Dank für die Unterstützung der Tour mit Ausrüstung von Aclima, Picture Organic Clothing, Alfasko, Sportenski.

Arktistraining Teil 4 – Campaufbau im Schnee

Luisa ist Teilnehmerin des Arktistraining, weil sie im Sommer Grönland überqueren wird. Hier schreibt sie ihre Erfahrungen beim Campaufbau in der Hardangervidda auf.

Das Polartraining im Hardangervidda-Nationalpark ist am Ende eines Tages immer mit dem Aufbau eines Camps sowie dem anschließenden Kochen und gemütlichen Beisammensitzen in der Küche verbunden.

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Suche nach einem guten Platz

Etwa zwei Stunden vor Einbruch der Dunkelheit beginnt die Suche nach einem geeigneten Campingplatz. Dieser sollte möglichst eben sein und im Idealfall ein wenig Windschutz für die Zelte bieten. Außerdem muss ausreichend Platz vorhanden sein, um drei bis vier Schlafzelte sowie ein Küchenzelt unterzubringen. Abseits der Loipen, welche für Freunde des Langlaufs gut präpariert sind, bewegt sich die Gruppe in Täler oder Senken, um passende Orte zu finden. Wenn möglich sollte dabei nicht zu viel an Höhe verloren werden, da die Pulken im ansteigenden Gelände schwerer zu bewegen sind. Nach Sichtung eines Platzes wird sich kurz beraten und bei der Entscheidung zum Verbleiben an diesem Ort, werden die Schlitten abgestellt und der Aufbau beginnt.

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Schneemauer und Vorbereitungen für den Aufbau

Zunächst ist es sinnvoll die Standorte für die Zelte vorzubereiten. Je nach Schneequalität kann eine Mauer als Windschutz gebaut werden. Da zuvor relativ frischer Neuschnee gefallen und die Grundlage aus Altschnee nur sehr dünn war, ist dieser noch sehr locker und schlecht für den Schneemauerbau geeignet.

Der verfestigte Schnee ist dafür ideal, sodass er in Blöcke gesägt oder mit einer Schaufel in ebensolche gestochen wird, um diese anschließend als schützende Wand zu stapeln. Nur an einem Camp entstanden Mauern für alle Zelte. Da die Schneedicke und –qualität häufig nicht reichte, haben wir diesen mit unseren breiten Backcountry Skiern zu einer ebenen, festen Fläche verdichtet.

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Die Skier werden für die Grönlandexpedition im Sommer von der tschechischen Firma Sporten zur Verfügung gestellt und konnten von den Teilnehmern bereits in Norwegen ausprobiert und eingestellt werden. Nach Schaffung des Untergrunds werden die Ski abgeschnallt und senkrecht in die Erde gesteckt, damit sie bei starkem Schneetreiben wiederzufinden sind und nicht vom Schnee begraben werden.

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Im Zuge dessen werden die Expeditionszelte „Conqueror“ und „Precursor“ der Unlimited Line von Wechsel Tents aus den Pulken gepackt und bereitgelegt. Zu Beginn der Woche fand auch das Zelt „Forum 4 2“ aus der Zero-G Line Anwendung. Als sich die Gruppe verkleinerte blieb dies nur noch als Gepäckstück erhalten. Es handelt sich um Geodäten, die sich als besonders sturmstabil auszeichnen. Außerdem können sie freistehen, ohne abgespannt werden zu müssen.

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Aufbau der Schlafzelte

Als erstes werden die mit unterschiedlichen Farben gekennzeichneten Gestänge zusammengesteckt, wobei diese in kalten Regionen mit besonderer Vorsicht behandelt werden sollten, da sie unter extremen Bedingungen schneller brechen können, was bei einer Unternehmung abseits der Zivilisation und ohne Ersatzteile fatal wäre. Dies ist in Norwegen jedoch nicht der Fall, aber die Zelte sollen auch in Grönland noch zum Einsatz kommen.

 

Zeitgleich kann das Innenzelt auf dem dafür vorbereiteten Platz ausgebreitet und mit Schneeankern befestigt werden. Dabei sollte man vermeiden auf die spätere Liegefläche zu treten, da die Schuhe spürbare Löcher hinterlassen, welche den Schlafkomfort beeinträchtigen. Die sich kreuzenden Stangen an den Ecken werden zuerst eingefädelt bzw. eingehängt.

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Anschließend folgen die für Geodäten typischen Gestänge quer dazu, die eine Kuppel ausbilden. Je nach Zelttyp werden entweder die beiden Stangen für die Eingänge untergebracht oder bereits das Außenzelt mit Schnallen fixiert und nachfolgend die Apsiden aufgestellt.

So werden die Vorzelte bezeichnet, in denen beispielsweise über Nacht die Schuhe abgestellt werden können. Diese sollten gut mit Schneeankern gesichert und die am Zelt befindlichen Schneelappen mittels Schaufel mit Schnee bedeckt werden. Durch die Befestigung und Konstruktion der Gestänge kann auf die Verwendung der Abspannseile, zumindest bei den von uns vorgefundenen Wetterverhältnissen, verzichtet werden.

Nach erfolgtem Zeltaufbau muss dieses von den Bewohnern eingeräumt werden. Es wird zunächst eine Isomatte zur Kälteisolierung ausgerollt und darauf eine mit Luft gefüllte Matte gelegt. Zu guter Letzt kann der warme Daunenschlafsack aus seiner engen Hülle gezogen und auf dem Nachtlager ausgebreitet werden.

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Aufbau des Küchenzeltes

Der Aufbau des Küchenzeltes erfolgt mit drei Gestängen, um eine Sitzhöhe zu erreichen. Anschließend wird eine lange steckbare Stange in der Mitte positioniert, sodass zumindest die kleineren Leute der Gruppe fast aufrecht stehen können. Im Idealfall befindet sich genügend Schnee unterhalb des Zeltplatzes, sodass das ausheben einer Sitzbank möglich ist. Dazu wird die Fläche in der Mitte freigeschaufelt und auf den entstehenden Vorsprung können die Sitzkissen platziert werden. Dadurch kann ein aufrechtes Sitzen ermöglicht werden. Das Abspannen erfolgt mit Schneeankern oder Skiern, wobei darauf zu achten ist, dass die Stahlkanten nicht die Seile durchschneiden.

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Zum Aufbau des Camps gehört ebenso die Herstellung des stillen Örtchens, welche von Lutz im Beitrag zuvor ausführlich beschrieben wurde. Außerdem müssen die für die Küche notwendigen Utensilien dahin gebracht und die Zelte eingerichtet werden, bevor sich alle hungrig im Küchenzelt versammeln und schon den ersten Tee schlürfen. Näheres  zu den kulinarischen Genüssen auf Skitour wird in einem der folgenden Beiträge beschrieben.

 

Disclaimer: Vielen Dank an den Zelthersteller Wechsel Tents für den guten Support und die kostenlose Bereitstellung der Zelte, wie auch dem Skihersteller Sporten für die Unterstützung.

Arktistraining Teil 3 – unsere Ausrüstung von Aclima und Picture Organic Clothing

###Werbung### Hier schreibt Fabian, Student des Bauingenieurwesens aus Cottbus. Ich habe während unseres Trainings verschiedene Ausrüstungsteile der französischen Marke Picture Organic Clothing getestet. und beschreibe mal im Folgenden, was mich daran überzeugt hat.

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Bei einer Tour durch Eis und Schnee ist es wichtig, den Körper warm zu halten. Sowohl in Bewegung, als auch in Ruhephasen sollte daher die richtige Bekleidung gewählt werden. Die erste Schicht besteht aus langer Unterwäsche. Ich persönlich empfinde Wolle als sehr angenehm. Über unseren Partner Aclima schreibt Geertje weiter unten.

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Die Socken

An den Füßen trage ich dünne Socken, eine Dampfbremse und nochmal dickere Socken darüber. Das hat den Vorteil, dass nur ein Paar Socken nass wird. Über Nacht nehme ich dieses mit in den Schlafsack zum Trocknen. Das Futter der Schuhe und die dicken Socken bleiben trocken und warm.

Apropos Schuhwerk: Hier kommt der Alfa Back Country/ Tourenschuh zum Einsatz.

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Picture organic clothing auf Skitour

Die Oberbekleidung wurde mir dankenswerterweise vom Label Picture Organic Clothing gestellt.

An den Beinen

Beginnen wir unten. Die Hardshell-Hose überzeugte durch eine gute Passform und praktische, sorgfältig ausgearbeitete Details. Der innere Saum der Hose ließ sich in die Schnürsenkel einhaken, sodass auch im Tiefschnee keine Feuchtigkeit in die Hose gelangen konnte. Die wasserabweisende Außenschicht reichte bis über die Knöchel. Auch nach oben ist die Hose ausreichend lang, um den unteren Bauch angenehm warm zu halten. Leichte Hosenträger vermeiden das Verrutschen.

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In sportlich anstrengenden Momenten war ich sehr dankbar für die seitlichen Reißverschlüsse, die als Lüftungsschlitze zum Abführen der Körperwärme dienen. Besonders praktisch zum Verstauen der wichtigsten Utensilien sind die aufgesetzten Taschen am Oberschenkel.

Isolierende Schicht von Picture Organic Clothing

Für die ruhigeren Stunden im Lager durfte ich zudem eine Daunenhose testen. Die weite Passform und der leichte Gummibund garantierten schnelles An- und Ausziehen und bequemen Sitz in jeder Position.

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Und oben rum?

Aber genug zur Bekleidung „untenrum“. Die wetterfeste Garderobe am Oberkörper bestand wiederum aus einer Hardshell-Jacke mit einigen praktischen Taschen. Außerdem konnte ich auch hier auf Lüftungsschlitze unter den Achseln zurückgreifen und den Sitz der Kapuze einstellen. Selbst an stürmischen und feuchten Tagen blieb ich damit warm und trocken.

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In den Pausen tauschte ich die Wetterjacke gegen eine dünne aber isolierende Jacke, die Takashima Jacket. Das verhindert ein rasches Auskühlen des Körpers während der Pausenzeit. Des weiteren bietet die Jacke eine gute Möglichkeit zum Verstauen der Snacks.

Für die Abendstunden stand mir noch eine dickere  noch wärmere Jacke, das Scape Jacket zur Verfügung. Im Laufe der Woche habe ich festgestellt, dass die Jacken übereinander getragen auch sehr gut warm halten. Besonders bei deutlichen Minusgraden eignet sich dieser Zwiebel-Look hervorragend.

Ich bin 1,87 Meter groß und habe eine normale Statur. Die Kleidung von Picture Organic Clothing wurde mir freundlicherweise in der Größe L zur Verfügung gestellt. Passform und Länge waren für mich perfekt geeignet. Von der Verarbeitung war ich von Beginn an überzeugt und auch nach der Woche im norwegischen Trainingslager würde ich die getesteten Artikel wieder verwenden.

Übrigens produziert Picture Organic Clothing super nachhaltig. Es wird nur Bio Baumwolle verwendet, die bei der Produktion bis zu 94% weniger Co2 an die Umwelt abgibt. Außerdem wird sehr viel mit Recycelten Plastik gearbeitet. Wußtest du, dass 50 Plastikflaschen eine neue Jacke von Picture Organic ergeben?

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Ausrüstung aus Merinowolle von Aclima

Hier schreibt Geertje, ebenfalls Teilnehmerin des Arktistraining in der Hardangervidda und Schneeerfahren in in vielerlei Hinsicht.

Merinowolle ist ein der besten Materialien, die ich kenne, da sie hoch atmungsaktiv ist und prima warm hält. Selbst im etwas feuchten Zustand wärmt Merinowolle noch.

In diesem Winter haben wir unter anderem beim Arktistraining Produkte des norwegischen Herstellers Aclima ausprobiert.

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Kollektionsnamen wie Warmwool, Doublewool und Woolnet bestimmen schon seit einiger Zeit das Sortiment der nordischen Marke. Was darunter zu verstehen ist, konnte ich prima erfahren, denn die Strickjacke Aclima DW Jacket  besteht aus zwei Schichten. Das Merinowollfleece ist angenehm warm und weich und besitzt innen einen Layer aus Woolnet, also aus Netzmaterial. Durch diese Kombination ist die Jacke besonders warm, aber trotzdem sehr leicht. Die Luft zwischen Netz und Fleecelayer isoliert zusätzlich und sorgt für sehr hohe Atmungsaktivität.


Das zahlt isch bei der Arbeit im Schnee oder auf so einer Skitour aus. Die Haut fühlt sich immer wunderbar trocken und warm an. Als Baselayer eignet sich für so eine Tour ein Longsleeve aus Merinowolle mit einer stärke von 200g bis 230g. An manchen Sonnentagen sind Teilnehmer aus unserer Trainingsgruppe auch nur mit  Longsleeve unterwegs und tragen gar keine weitere Jacke drüber. Ja so herrlich warm und leicht kann sich der Skandinavische Frühlingswinter anfühlen.

Was am Oberkörper funktioniert, ist auch prima am Kopf als Mütze, Handgelenkwärmer, als Longjohn oder Socke. Das Prinzip von Merinowolle lässt sich von Unterwäsche bis neuerdings auch in Hardshellform anwenden.Ein Teil der Kollektion wurde vom norwegischen Abenteurer Lars Monsen inspiriert.
Man erkennt sie an den leuchtenden Farben und dem M an der Seite.

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Übrigens passen auch die nachhaltigen Grundwerte in der Produktentwicklung von Aclima zu unserem Iceploration Projekt.
Die Merinoschafe, von denen die Wolle gewonnen wird, werden nachhaltig gehalten und es wird komplett auf schädliche Substanzen in der Wolle verzichtet. Das führt zu einer Öko-Zertifizierung des gesamten Herstellungsprozesses.

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Wolle ist eine erneuerbare Ressource und außerdem biologisch abbaubar. Abfälle aus der Produktion werden an ein Unternehmen abgegeben, das Boxsäcke herstellt.
Die Färbeverfahren der schön bunten Merinowollausrüstung finden in einem geschlossenen Kreislauf statt, um Abwasser zu reduzieren.

Mit den Richtlinien der Marke und unsern Forschungsvorhaben in Sachen Klima können wir guten Gewissens überein gehen und freuen uns so einen passenden Partner gefunden zu haben.
Disclaimer Die Samples von Aclima und Picture Organic Clothing wurden uns kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.

 

 

Arktistraining Teil 2 – das stille Örtchen

Lutz Schütze, Installateur- und Heizungsbauermeister, erfahrener Skitourengeher war Teilnehmer des Arktistraining und beschreibt sein Erlebnis mit dem stillen Örtchen so:

Zu jedem Wintercamp gehört auch das Stille Örtchen.

Stilles Örtchen
Hier ist das stille Örtchen links oben auf dem Bild zu erkennen

Gut erreichbar sollte es sein, jedoch mit gewissem Abstand zum Zeltlager. Da alles sofort im Schnee verschwindet, ist die Windrichtung zum Lager nicht von Bedeutung. Nachdem feststeht, wo die Zelte aufgestellt werden, wird ein geeigneter Platz ausgewählt. Auf der Fläche von ca. 1 m² wird der Schnee zu einer Grube von unter einem Meter Tiefe ausgehoben. Der Aushub dient gleichzeitig als Sicht- und Windschutzwall.

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Eine große luxuriöse und begehbare Grube – das stille Örtchen

Trifft man dabei auf gut gepressten Schnee oder Firn, kann dieser zu Blöcken geschnitten in einer kleinen Mauer verarbeiten werden. Die Höhe vom Scheitel der Mauer bis zur Sohle der Grube ist mit 1,2 bis 1,5 m ideal, da selbst hochgewachsene Damen dahinter gänzlich verschwinden, die Herren aber einen Blick in die Umgebung zu schätzen wissen. Außerdem sehen die anderen, dass gerade besetzt ist. Man sollte nicht vergessen, eine Trittstufe im Zugang mit einzuarbeiten, um den herbeieilenden Nutzer nicht noch mehr in Bedrängnis zu bringen.

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Das stille Örtchen kann auch zusammen mit der Abendsonne zu einer Kunstinstallation werden

Eine bereit gestellte Schneeschaufel macht alle Hinterlassenschaften für die anderen Nutzer unsichtbar aber erkennbar. Für die Körperhygiene kommen Schneebrocken oder Toilettenpapier zum Einsatz. Letzteres wird in einem am Schaufelstiel gesicherten Müllsack gesammelt und am Ende der Tour über den Hausmüll entsorgt.

Bei Abbau des Camps wird die Grube wieder mit dem Aushub verfüllt, damit keiner bei schlechter Sicht hineinfallen kann.

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da geht man doch gerne auf das stille Örtchen

Ein ausführlicher Bericht aus femininer Sicht über das „Kälteste Klo der Welt“ findet sich auf der Webseite von Reisedepeschen.

Noch mehr Infos zur Körperhygiene auf Wintertouren gibt es außerdem auf dem Blog von Winterfjell

Disclaimer: Unser Arktistraining wurde unterstützt von Fjord Line, der Havdalsgrenda, wie den Ausrüstern  Picture Organic Clothing, Wechsel Tents , aclima und ALFA Sko. Vielen Dank dafür.

 

 

Arktistraining Teil 1 – Anreise in die Hardangervidda in Norwegen

Über die Anreise in die Hardangervidda zum Arktistraining schreibt Christian Grebien:

Meine letzte Tour im Winter war nun schon zwei Jahre her und so langsam packte mich
wieder das Fernweh. Schon vor ein paar Jahren hat mich die atemberaubende Schönheit
skandinavischer Fjell-Landschaften in ihren Bann gezogen. Angefangen hat es mit einer
Jugendreise nach Schweden. Eine Woche lang standen Kanufahren und Wandern auf dem Programm. Ich war angefixt. Darauf folgte eine weitere Reise nach Schweden. Dieses Mal ging es darum, Fähigkeiten zu erlangen, die man auf Touren aller Art gut gebrauchen konnte. Orientieren mit Karte und Kompass, Knotenkunde, Erste Hilfe und anderes nützliches Know-How.

Wie komme ich überhaupt zu einem Arktistraining?

Während meiner Ausbildung bei einem der größten Outdoor-Händler
Europas lernte ich außerdem viel über die einzelnen Ausrüstungsgegenstände. Gute
Voraussetzungen für meine spätere Tätigkeit als Tourenguide in der schwedischen Provinz Dalarna. Neben Sommertouren bot der Reiseveranstalter, für den ich tätig war, auch Wintertouren an. Nach einer internen Weiterbildung war ich also nicht nur im Sommer in Skandinavien sondern auch in den Wintermonaten.

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Als ich mich nun kurz vor Weihnachten mit einem Arbeitskollegen unterhielt, fiel das Wort Norwegen. Es gäbe da wohl die Möglichkeit, mich einer Gruppe von Leuten anzuschließen, die sich auf eine Expedition auf Grönland vorbereiten will. Wenn ich Interesse hätte, würde er den Kontakt herstellen. Natürlich habe ich Interesse.
In den kommenden Wochen stöbere ich immer wieder nach Reiseberichten und Tipps für solch eine Tour. Auf dem Blog www.nordicfamily.de finde ich einen ausführlichen Bericht über eine Tour im Hardangervidda Nationalpark. Dort soll es hingehen und wie sich später herausstellt, wird die Verfasserin des Artikels ebenfalls ein Teil der Reisegruppe sein.

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Die Zeit vergeht und Ende Februar ist fast alles organisiert. Letzte Details werden
besprochen und ich bin gespannt darauf, die anderen kennen zu lernen.
Spät nachts von Freitag auf Samstag fährt mich meine Freundin zu einem Rastplatz kurz vor der A7 Richtung Flensburg. Gegen kurz nach eins mitten in der Nacht sehen wir die Scheinwerfer der zwei Autos auf uns zukommen, mit denen es für eine Woche nach Norwegen gehen soll.

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Mit Auto und Fähre in den Norden

Bis unter das Dach sind die Autos beladen. Rucksäcke, Ski, Pulkas und andere Ausrüstung, dazwischen verschlafene Gesichter. Ich quetsche meine Ausrüstung mit ins Auto, verabschiede mich von meiner Freundin und steige ein. Zwischendurch wechseln sich die Fahrer ab und es wird noch einmal getankt. Der nächste Stopp heißt Hirtshals, Dänemark.

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Mit der Fjord Line von Hirtshals nach Langesund

Von dort kommt man mit der Fähre Fjord Line zu fünf norwegischen Häfen. Übrigens, die
beiden Kreuzfahrt-Fähren der Fjord Line, die hier verkehren, sind weltweit die ersten, die
ausschließlich mit dem umweltfreundlichen Treibstoff Flüssigerdgas fahren.
Fast passend zu unserem Iceploration Projekt, bei dem Klimaforschung auf dem grönländischen Inlandeis betreiben wird. Aber dazu später mehr.
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Als das Auto auf dem Parkplatz des Fähr-Geländes zum stehen kommt, erwache ich aus
dem Halbschlaf. Wirklich schlafen konnte ich zwischen all dem Gepäck nicht. Draußen ist es regnerisch und stürmisch. Im Morgengrauen reihen sich die Autos langsam aneinander und vor uns leuchtet auf einer großen Anzeigetafel der Name der Destination: Langesund.

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Auf der Fähre Fjord Line gen Norden

Wir hatten etwas mehr Zeit eingeplant, sind aber über die leeren Autobahnen gut
durchgekommen. Also warten wir im Auto und versuchen noch ein wenig zu schlafen.
Die Fähre fährt ein und kurz darauf rollen die Autos und LKWs über die Laderampe. Dann bekommen wir grünes Licht und werden von dem Personal in leuchtenden Warnwesten in die Fähre gelotst. Nachdem die Autos im Bauch des Schiffes geparkt sind, gehen wir nach oben in den Passagierbereich. Für die Überfahrt von ca viereinhalb Stunden kann man sich entweder eine Kabine buchen oder auf den oberen Decks aufhalten.

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Es gibt eine Cafeteria und Bar, ein Restaurant und sogar einen Starbucks. Natürlich gibt es auch einen Duty Free Shop, den wohl jeder kennt, der schon mal geflogen, oder mit einer skandinavischen Fähre gefahren ist. Aufs offene Deck geht es auch, allerdings ist es kalt, nass und windig.
Trotz des Windes haben wir kaum Seegang und die Fähre gleitet über das Wasser. Wir
setzen uns alle zusammen und unterhalten uns. Es werden Witze erzählt, Leberwurstbrote geschmiert und Anekdoten der letzten Reisen zum Besten gegeben. Unter anderem lerne ich, dass gegen Seekrankheit am besten ein Waldspaziergang hilft.

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Die Reisegruppe des Arktistraining

Da ich die Reisegruppe noch nicht kenne, ist das die passende Gelegenheit, mich mit dem ein oder anderen zu
unterhalten und mir die Gesichter zu den Namen zu merken. Der Kern der Gruppe besteht aus zwei alten Hasen, die schon des öfteren Grönland durchquert haben und drei Studenten, die sich auf ebensolche Durchquerung vorbereiten wollen. Dazu gesellen sich unsere Social Media Expertin, ein erfahrener Skitourengeher, der die Gelegenheit nutzt, seinen Sohn zu begleiten und ich. Ein buntes Trüppchen mit guter Laune und jeder Menge Abenteuerlust. Ich fühle mich sofort wohl.
Die Fähren-Etappe passt super in den Reiseplan. Nach ca. 6 Stunden Autofahrt von Berlin
nach Hirtshals kann man auf der Fähre neue Kraft tanken und sich die Beine vertreten.

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Von der Fähre Fjord Line in Langesund weiter Richtung Geilo

Von Langesund soll es dann in etwa viereinhalb Stunden mit dem Auto weiter nach Geilo gehen.
Knapp einen Drittel der An- und Abreise bewältigen wir also bequem mit der Fähre. So
kommt man entspannt von A nach B.
Gegen Ende der Fahrt erscheint Langesund am Horizont und wird mit jeder Seemeile
größer. Malerisch erstreckt sich das kleine Städtchen mit seinen ca. 5500 Einwohnern an
der norwegischen Küste. Es schneit. Pünktlich manövriert der Kapitän die MS Bergensfjord in den kleinen Hafen.
Nach reibungsloser Überfahrt rollen die Autos von der Fähre und wir können unsere Fahrt nach Geilo fortsetzen.

Ankunft in Norwegen

Im Gegensatz zum flachen Dänemark sieht man in Norwegen wenig
Häuser und viele Berge, wenn man aus dem Autofenster schaut. Je nördlicher wir sind, desto höher werden die Berge und der Schnee tiefer.
Nach viereinhalb Stunden Autofahrt passieren wir gegen 17 Uhr das Ortsschild von Geilo.
Geilo ist ein Ort im Süden von Norwegen, der für seine Skigebiete und Bergwanderwege
bekannt ist. Er liegt in der Nähe von 2 Nationalparks, einer davon ist der riesige
Hardangervidda-Nationalpark.

Schneeketten auf der Zielgeraden

In Geilo haben wir für die Nacht eine Unterkunft. Das Navi schickt uns auf dem kürzesten Weg zu ihr. Der kürzeste Weg führt allerdings über sehr
schmale Straßen die nicht geräumt sind. Wir legen also die Schneeketten an und versuchen unser Glück. Kurz darauf müssen wir feststellen, dass wir so nicht zu unserem Ziel kommen.
Beim zweiten Anlauf führt uns dann eine breite geräumte Straße direkt zum Apartment.

 

Die Havdalsgrenda – perfekte Unterkunft für den Start des Arktistraining

Die Havdalsgrenda liegt direkt am Lift des Havsdalen Skigebiets.
Passenderweise gehört die Havdalsgrenda dem Norweger Ivar Tollefsen, der selber schon mehrere Expeditionen durch Grönland und die Antarktis hinter sich hat.

 

Wir wurden zur Übernachtung eingeladen, was für den Start inklusive Planung und Packen eine super Basis war.
In der Küche des Apartments wird gekocht und wir essen gemeinsam. Danach freuen sich alle über eine warme Dusche und der ein oder andere nutzt die Sauna. Im
Gemeinschaftsraum liegt die Karte auf dem Tisch und es wird der nächste Tag besprochen.

Zwei gekoppelte Apartments auf jeweils drei Etagen sind eine perfekte Unterkunft für Gruppen bis 16 Personen mit 1- und 2-Bettzimmern.

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Von einem kleinen Parkplatz in Kikut wollen wir starten. Knapp 20 Minuten mit dem Auto von der Unterkunft. Alles weitere wird sich dann ergeben. Gegen Mitternacht falle in müde ins Bett, eine richtige Matratze gibt es erst in einer Woche wieder.

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Disclaimer: Da die Tour zur Vorbereitung auf eine wissenschaftliche Expedition nach Grönland dient, hat uns Fjord Line in unserem Vorhaben unterstützt.

Vielen Dank außerdem an das Hotel Havdalsgrenda in Geilo für die Einladung.
Außerdem testen wir während der Tour einige Ausrüstungsteile der Marke Picture Organic Clothing und der norwegischen Marke Aclima. Sie wurden uns dankenswerter Weise kostenlos zur Verfügung gestellt.

In den kommenden Wochen beleuchten wir hier im Blog den Fortgang des Arktistraining in der Hardangervidda.  Stay tuned.

 

 

Vorbereitungen der Grönlandexpedition 2019

 

In der vergangenen Woche trafen sich Mitglieder von Iceploration und Studenten aus Cottbus und Berlin, um die Expedition nach Grönland im Sommer 2019 vorzubereiten.
Die Studenten werden sowohl fachlich als auch organisatorisch in die Prozesse vor, während und nach der Expedition eingebunden.
Wir freuen uns auf neue Inspiration und Energie in den nächsten Wochen und Monaten!

 

Schülerakademie „Arktis zum Anfassen“ in der Wissenschaftsetage

Mit Unterstützung der Koordinationsstelle Klimaschutz der Landeshauptstadt Potsdam und des Vereins Iceploration werden am 16. Januar 2018 in der Wissenschaftsetage Schüler der Sekundarstufe mit dem Thema Klimawandel und Klimaforschung in Berührung kommen. Anschaulich und praxisnah erläutert Prof Wilfried Korth, der bei mehreren Grönlandexpeditionen unter anderem wichtige Daten zum Klimawandel gesammelt hat, wie es ist, als kleine Gruppe auf dem Eis unterwegs zu sein und wie sich die Arktis aus den Augen eines Wissenschaftlers verändert. Die Künstlerin Geertje Jacob betrachtet das Thema aus einem anderen Blickwinkel und arbeitet während der Schülerakademie mit den Jugendlichen an einem Block Klareis. Weiterhin berichtet sie von ihrer künstlerischen Arbeit mit Eis und Schnee in arktischen Gegenden und führt durch ihre Ausstellung in der Wissenschaftsetage.