C06-21 „Weiße Horizonte“

gewidmet an Jules und Hubbe

Unser Orientierungspunkt Schweizerland ist weg. Alles ist weiß. Die Wolken haben uns eingeholt und bis zum Mittag hatten wir Gegenwind. Der Schnee ist nach wie vor stumpf und jede Schneewehe fühlt sich an wie ein riesiger Hügel. Heute ging es sehr zäh und schleppend voran und das schlägt sich auch in unserer Stimmung wieder. Aber Abends gab‘s leckeres Mousse au Chocolat zusammen mit Nina Zacher!

Es sind nur noch 900hm bis zu unserem höchsten Punkt auf 2500hm.

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Foto: Spurensuche2020-Expedition

C04-21 und C05-21

C04-21 „Blick auf den Helheim-Gletscher“, gewidmet Johanna Deml

Heute ging‘s windig und kalt los, der Schnee war in der Früh recht stumpf. In Wellen geht es immer höher. Seit Beginn sehen wir rechts hinter uns die Schweizerland Alpen Ostgrönlands.

So langsam kommen wir Richtung Helheim-Gletscher, dessen Größe wir nur erahnen können. Von der Ferne aus sehen wir Nunataks und Spalten.

Wir sind große Fans unserer Bedding bags, wo Isomatte und Schlafsack drin liegen. Auf- und Abbau geht damit sehr schnell und sie eigenen sich super als Bank oben auf dem Schlitten. Außerdem kann man alles reinstopfen 😀

Zum Abendessen haben wir heute Miriam Baiter eingeladen. Es gab Pasta mit Pilzsoße!

Uns geht‘s soweit ganz gut, nur die Hanna hat sich heute mehrmals übergeben. Wir hoffen, dass sie gut schlafen kann und es ihr morgen wieder besser geht.

 

Blick auf das Schweizerland (Spurensuche2020-Expedition)

C05-21 „Schneedrift“, gewidmet an Rissi Köhn

Die ersten Meter heute sind wir mit Edith und Susanne Oefele gelaufen!

Obwohl letzte Nacht für die Hanna eher schlecht war, lief der Tag ganz gut. Wir laufen, trinken was, laufen wieder, essen was, usw.

Wir hätten nicht gedacht, dass es hier so wellig ist. Vormittags ist es nach wie vor noch windig und der Schnee ist stumpf, dann wird’s windstill und rutschiger. Wir haben heute 16km geschafft, die letzte Etappe bergauf war nochmal richtig anstrengend. Schwachstellen machen sich bemerkbar (Knie, Rücken, Nacken), aber wir merken auch, dass sich unsere Körper langsam an die Belastung gewöhnen.

Ein Vogel ist an uns vorbeigeflogen – was der hier wohl macht?

Danke an alle, die uns schreiben und motivierende Worte zukommen lassen. Das tut gut!

Heute Nacht sind 50km/h Windstärke angekündigt. Wir sind im Zelt und es fängt langsam an zu winden, der Schnee wabert über den Boden. Wir sind froh, dass wir eine Schneemauer gebaut haben!

Schneedrift nach einer sehr windigen Nacht (Spurensuche2020-Expedition)

C03-21 „Sonnenbank“

gewidmet an Sascha Paul

Wir haben 16km geschafft! Bis heute Mittag war es windig und bewölkt, aber es wird langsam flacher, die Sastrugis werden flacher und ab heute Vormittag waren wir auf den Back Country Ski unterwegs.

Heute haben wir die Schneedichte gemessen und das geht so: man gräbt ein schwarzes, 1m-langes Rohr einen Meter tief in den Schnee und holt es wieder raus. Dann wird gewogen. Masse durch Volumen. Im Vergleich zum letzten Jahr ein Meter mehr als man denkt. 🙂

Gemeinsam mit Franzis Oma, Corona Steber, haben wir heute das Abendessen genossen. Es gab Nudeln mit Oliven und unser Lieblingsessen Curry mit Reis. Liebe Grüße!

Wir bedanken uns an unsere Freunde von Iceploration für die Wettervorhersagen, die wissenschaftliche Betreuung, den Schatzmeister, die mentale Unterstützung, das Kartenmaterial, unser Kommunikationsmittel inreach, die Ausrüstung,… Ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen.

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C02-21 „Sastrugis überm Wolkenmeer“

gewidmet an unseren wissenschaftlichen Mentor Thomas Hitziger

Die ersten Meter heute sind wir mit Familie Vogg gelaufen. Das war schön!

Es geht über viele Sastrugis, die ca. einen Meter hoch sind und über die wir uns wie über Wellen rauf und runter bewegen. Wir müssen uns oft mit vollem Gewicht ins Geschirr lehnen, um über die Hügel drüber zu kommen. Die Schlitten quietschen. Bis jeder weiß wo alles auf den Schlitten verstaut ist, dauerts und das Gewicht muss gut verteilt sein, alles gut sitzen und nicht wackeln, sonst fallen die Schlitten leicht um. Es geht stetig bergauf und von hier oben sehen wir die Bergspitzen aus der Wolkendecke über dem Meer herausragen.

Wir gehen momentan alles ohne Ski. Der Schnee ist hart, schmilzt tagsüber und friert nachts wegen des starken Fallwinds vom Inlandeis her (Piteraq) Die Pausen können wir ohne Anziehen und Festmachen genießen, weil die Sonne scheint und der Wind untertags nachlässt.

Langsam ist die Weite des Inlandeises zu erahnen.

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Camp 01-21 Start auf dem Eis

C01 – 21 „Panormanablick“, gewidmet an Frenky, Gerald, Emil und Clara

Gestern ging’s mittags mit dem Heli über den Johan Peterson Fjord mit Filip Hiemer in Gedanken dabei! Danke, Filip!

Bei blauem Himmel und schönstem Sonnenschein, zeigte sich Grönland wieder einmal von seiner schönsten Seite: Packeis, Eisberge, Gletscher, Berge so weit das Auge reicht. Über die vielen Sastrugis (= stromlinienförmige Erhebungen oder Rillen im Schnee) ging’s gestern immer bergauf. Immer im T-Shirt wegen der Sonne. 

Es war ein aufregender erster Tag, an dem sich alles noch ein bisschen einspielen musste. Es gibt hin und wieder unterschiedliche Meinungen. Haben jetzt doch den Eisbärzaun dabei. Aber wir hoffen, dass wir ihn nie hören müssen! Nach 2h musste das Multitool ausgepackt werden, weil das Gestänge sich verbogen hat. Aber wir konnten es wieder reparieren und die Schlitten wieder neu beladen.

Umso besser schmeckte uns dann das Essen nachdem wir ins Zelt gekrochen sind und es uns gemütlich gemacht haben. 

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Beitragsfoto: Spurensuche2020-Expedition (15.08.2020)

Von der Westküste zur Ostküste

Samstag ging unser Flug nach Kulusuk. Von West nach Ost über das Inlandeis konnten wir eine der verlassenen amerikanischen Militärstationen DYE4 als kleinen Punkt erkennen. Im Landeanflug atemberaubende Gletscher, die sich im Meer ergossen und unzählige Eisschollen, die ein großes Puzzle bildeten.
Dann die Durchsage des Kapitäns: „Leider ist die Sicht auf den Flughafen mit Wolken verdeckt. Wir haben noch Sprit für eine Stunde Extraflugzeit, die wir mit Warteschleifen und dem Versuch zu landen verbringen werden. Danach müssen wir zurück nach Nuuk fliegen.“
So bekommen wir fünf weitere Male die Möglichkeit während den Landeversuchen die Schönheit der Natur zu bestaunen. Doch dann erlischt letztendlich das Anschnallzeichen und wir gewinnen wieder an Flughöhe. Die Stewardess verteilt Sandwiches und Getränke und erklärt uns freundlich, dass es jetzt wieder zurück nach Nuuk geht und nicht klar sei, wann der nächste Flug gehe.
Es soll wohl noch nicht sein… In Grönland merkt man sehr gut, dass die Natur hier da Sagen hat.
Sonntag probieren wir es auf ein Neues.

Montag 3.5.2021 – Tasiilaq

Wir konnten gestern dann doch noch in Kulusuk landen, bei super Wetter und umgeben vom Eisschollenmeer. Dann gings mit dem Helikopter weiter nach Tasiilaq, weil dorthin kein Boot durch das Eis im Fjord gelangen kann. Den Helikopterflug von Kulusuk nach Tasiilaq widmen wir Thomas Flittner!

Tasiilaq ist der sehr bergig mit vielen bunten Häusern und vielen spielenden Kindern. Bei einem unserer großen Vorbilder, dem internationalen Expeditionsleiter Robert Peroni, der im Hauptort Ostgrönlands wohnt und dort The Red House leitet, wurden wir zu selbstgebackenem Kuchen und Espresso eingeladen. Wir haben heute viel über Grönland erfahren. Auch hier hinterlässt die Coronapandemie ihre Spuren, die Touristen fehlen und die Existenz des Red House steht auf der Kippe. Wenn ihr Lust habt mehr darüber zu erfahren: https://the-red-house.com/de/

Wir genießen den Sonnenschein hier und melden bei der Polizei vor Ort unsere Expedition an.

Überall hängen Eisbären-Felle, von den 25 Eisbären, die die Bewohner hier pro Jahr schießen dürfen (Muttereisbären und ihre Jungen sind geschützt). Kartoffeln und einige andere Waren sind ausverkauft und werden erst mit dem Versorgungsschiff Ende Juni wieder erwartet.

Morgen werden wir vom Helikopter in der freien Wildnis Grönlands ausgesetzt. Wir freuen uns auf den Moment, wenn das Geräusch des Helikopterpropellers am Horizont erlischt und wir umgeben sind von eisiger Stille.

Von Kopenhagen nach Nuuk

Nach letzter Nacht fast ohne Schlaf, hat uns Kopenhagen heute Vormittag mit schönstem Sonnenschein empfangen. Jetzt sitzen wir gemeinsam am Flughagen in Kopenhagen und warten auf den Weiterflug nach Nuuk morgen Früh. Zum Glück waren alle drei Tests, die wir heute aufgrund der unterschiedlichen Bestimmungen durchführen mussten, negativ.

Das Warten konnten wir aber heute mit einer ausgiebigen Trolli Tour durch einen Vorort von Kopenhagen zum Meer verkürzen und haben die Sonne mit Wind genossen. Der ein oder andere hat auch schon ein bisschen Farbe abbekommen. Ab jetzt ist dann die Sonnencreme unser täglicher Begleiter.

Franzi liegt gerade neben mir und schläft auf der Flugbank, während Ruppert durch den Flughafen wandert und das Aquarium mit den Fischen besucht. Eine ruhige Stimmung hier am Flughafen lässt uns ein wenig zur Ruhe kommen nach den aufregenden Stunden.

Danke für all eure lieben Wünsche für unsere Reise, die uns persönlich und online erreicht haben! Wir freuen uns sehr, dass wir unsere Erlebnisse mit euch allen teilen können.

Gute Nacht!

Nuuk

Gemütlich im Bett sitzend verfassen wir heute den heutigen Blogeintrag. Nach dem vierstündigen Flug von Kopenhagen nach Kangerlussuaq und dem einstündigen Anschlussflug nach Nuuk haben wir unsere gemütliche Unterkunft „Inuk Hostels“ bezogen. Von hier aus haben wir einen tollen Blick auf die Schneeberge und den weitläufigen Fjord. Wir sind uns sicher, dass wir hier die nächsten acht Tage gut aushalten können. In dieser Zeit sind noch einige organisatorische Dinge zu klären und am Dienstag nochmal ein Coronatest hinter uns zu bringen. Nuuk ist die Hauptstadt von Grönland, hat etwa so viele Einwohner wie Schwabmünchen und hat eigene laufende Skilifte direkt am Flughafen. Es liegt noch recht viel Schnee mit entspannten 0°C. Schöne Grüße an das frühlingshafte Deutschland

Startschuss für die Heim-Expedition!

Unglaublich, aber wahr. Heute kam die Email, dass wir in Grönland einreisen dürfen! Jetzt wird’s spannend!

Das meiste ist gepackt, aber bis morgen gibt es trotzdem noch viel zu tun – aus der Wartestimmung wird jetzt ganz plötzlich erwartungsvolle Vorfreude, Nervosität und Abschiedsstimmung . Morgen Früh um sieben gehts los nach Kopenhagen, wo wir den ersten PCR Test machen. Von dort aus fliegen wir am Freitag dann mit einem der drei von der Regierung zur Verfügung gestellten Flugzeuge in die grönländische Hauptstadt Nuuk. Dort müssen wir dann zehn Tage in Quarantäne und können erstmal durchatmen und Weiteres planen.

Wenn alles nach Plan geht, fliegen wir anschließend weiter nach Kulusuk an die Ostküste und von dort mit dem Helikopter nach Tasiilaq, wo wir dann endlich all unser Gepäck wiedersehen, dass seit Monaten dort auf uns wartet. Wenn unser Equipment von der Polizei dort gecheckt und unser Expeditionspermit bestätigt ist, fliegen wir mit dem Helikopter ans Eis, von wo aus wir die kommenden Wochen auf uns allein gestellt sein werden und Messungen vornehmen. Es liegen dann 800km grönländisches Inlandeis vor uns.

Wir freuen uns so sehr, dass es endlich losgeht, dass wir die erste schwere Hürde überwunden haben und dass anscheinend doch noch jemand da oben will, dass wir diese Reise anpacken!

12 Die letzten Tage

C30 „Flockenwirbel“ – Tag 36

Wieder ein super kalter Tag mit schlechter Sicht und white out. Wir erkämpfen uns 16 km im Schneefall mit leichtem Wind über sehr buckligen stumpfen Schnee. Nachdem wir -22 am Morgen im Zelt hatten, wird es tagsüber nicht wärmer. Wir haben fast alle kalte Finger und Zehen und brauchen sehr lange bis diese warm werden. Erst nach etwa 4-6 km Pulkaziehen werden Hände und Füße warm. In den kurzen Pausen kühlen sie wieder aus. Erst kurz vor der nächsten Pause sind sie wieder warm, so geht das bis zum Abend an welchem wir in der Regel wieder eiskalt sind bevor wir in das Zelt schlüpfen. Um so mehr
bewundern wir den kleinen Vogel welcher in einer unserer Pausen Schutz bei uns sucht. Er setzt sich auf unsere Schuhe und Ski um sich in dieser Eiswüste etwas zu schützen.

Im „White out“ – Laufen ohne jegliche Orientierungspunkte beansprucht auch den Gleichgewichtssinn (11.9.2020)

C 31 „Lichtblick“, gewidmet Wechsel Tents – Tag 37

-31 Grad am Morgen 2 h nach Sonnenaufgang. Endlich wieder etwas Sonne! Leider nur für 3h. Tagestemperatur -24 Grad. Nach der ersten Stunde laufen, verschluckt uns der Nebel wieder. Mit dem Nebel kam auch Reif ganz plötzlich in der ersten Pause. Dadurch glitten die Pulken auch wieder gut und wir gingen 4 anstatt 3 km bis zur nächsten Pause.
Jedoch wurde es kurz vor der Pause wieder höllisch stumpfer Schnee. Zum Ende des Tages sind wir leer, haben keine Kraft mehr. Hände und Füße werden einfach nicht mehr warm trotz schwerer körperlicher Anstrengung. Das ist sehr bedenklich. Wir sind an unsere Grenze gekommen. Wir schaffen 15 km was immer noch unter dem Durchschnitt liegt, welches zum Erreichen der Westseite notwendig ist. Und das im Abstieg! Dennoch sind wir stolz auf unsere Tagesleistung. Mehr war nicht zu machen.

Wechselnde Schneebeschaffenheit und Wetterbedingungen erschweren uns das Weiterkommen (12.9.2020)

C32 „Der unglaubliche Planet Sastrugi“, gewidmet Allterra Deutschland GmbH, Höhe 1995m – Tag 38

Später Start aufgrund extremer Kälte, tagsüber -22°C und Nebel, Sicht wurde im Laufe des Tages besser und gegen 15:30 kam die Sonne nach Tagen mal wieder richtig raus. Wir müssen aufpassen, uns keine ernsthaften Erfrierungen zuzuziehen. Schneebedingungen wechseln schnell von sehr stumpf auf etwas gleitend und wieder zurück. Unglaublich schöne Sastrugis in regelmäßigen Abstand, jedoch schrecklich die Pulkas darüber zu ziehen. Wir schaffen 11km bevor wir Lager machen. Bereits 18:00 sind -31°C obwohl die Sonne noch scheint. Abends gibt es Mousse au Chocolat und einen Schuss Rum in den Tee. Das heitert die Stimmung auf! Aber unsere Situation ist kritisch und der Ausblick hoffnungslos. Die Wettervorhersage der Freunde zu Hause sagt schönes Wetter mit leichtem Rückenwind und -30 Grad und darunter für 2-3 Tage. Also Segelwind, jedoch erfriert man bei -30 Grad und Wind, da man sich beim Segeln qenig bewegt! Dazu die Sastrugis, also ist auch segeln ausgeschlossen. Darauf folgt ein großer Sturm gefolgt von Schneefall. Wir haben noch Essen für etwa 1 Woche, jedoch noch 180 km bis zum „Swiss camp“, unserem schon früher angepaßten Ziel. Das ist unter diesen Umständen auch nicht zu erreichen. Wir schauen unsere Finger und Zehen genau an und versuchen unsere Situation genau zu verstehen. Dabei wird klar, dass Thomas, Frank und Luisa bereits erste Anzeichen von Erfrierungen haben. Wir beschließen bei unter -20 nicht mehr für längere Zeit aus dem Zelt zu gehen, um keine bleibenden Erfrierunsschäden zu riskieren. Damit waren wir handlungsunfähig, zumindest für die nächsten 4 Tage. Es wurde klar, dass wir in ernsthafte Gefahr kommen werden, wenn wir nicht mit den Behörden und dem Rettungsdienst in Kontakt treten und unsere Abholung organisieren.

Somit beendeten wir die Expedition am Camp 32 / Tag 38 und wurden vom SAR-Helikopter nach Ilulissat ausgeflogen.

Reflexion nach 4 Tagen Erholung in Ilulissat

Die letzten 3 Wochen der Expedition verbrachten wir in nur einem Zelt inklusive kochen. Das war eigentlich nur eine Notlösung, wurde aber auf Grund der anhaltenden großen Kälte und schwierigen Bedingungen zum Standard. Wegen der schwierigen Schnee und Wetterbedingungen kamen wir zu langsam vorwärts. Dies kombiniert mit einem verspäteten Start bedingt durch Corona Quarantäne, einem Sturm am Start und einem sehr frühen Wintereinbruch mit extremen Temperaturen, ließ uns keine andere Möglichkeit, als die Expedition zeitiger zu beenden. Wir sind sehr froh darüber diese Entscheidung so gefällt zu haben. Alle Teilnehmer sind gesund und haben nur geringe Erfrierungen, welche bald wieder abheilen werden. Wir haben wertvolle Meßergebnisse von ⅔ des Höhenprofiles gesammelt und die Gesundheit aller Teilnehmer wurde gewahrt.

Ende der „Spurensuche 2020“-Expedition

Unser letztes Camp auf dem Inlandeis (13.09.2020, 1995m, -24°C tagsüber)

Aufgrund der anhaltenden extremen Wetterbedingungen und drohender ernsthafter Erfrierungen wurde die Expedition beendet. Wir wurden am Sonntag per Helikopter nach Ilulissat ausgeflogen. Wir sind alle wohl auf und haben keine ernsthaften Schäden.