C26-21 „Land in Sicht“

Max & Melly und @max.varun gewidmet

Haben letzte Nacht nur fünf Stunden geschlafen, weil wir heute einen längeren Tag einlegen wollten. Der Wind fegte heute mit heftigen 30km/h übers Eis, wurden vom Knattern des Zeltes geweckt. Weil der Wind zu stark zum Kiten und der Schnee zu wellig, sind wir die ersten 8km am Seil gegangen. Wenns mit dem Kiten geht, kiten wir als Seilschaft mit dem 4 m2-Kite, Ruppert wieder vorne und Franzi und Hanna hintendran. Gestern haben wir einen Vogelschwarm mit 30 Gänsen in einer Reihe fliegen gesehen. Es geht deutlich bergab, in großen Wellen.

Das erste Mal sehen wir Land! Am Horizont Berge mit ein bisschen Schnee drauf. Kaum zu glauben! Können uns noch gut an den ersten Tag erinnern. Verrückt mal was anderes zu sehen als Schnee und Eis. Erhaschen einen kurzen, weit entfernten Blick auf den Gletscher. Der größte und schnellste Gletscher zieht sich seit über einem Jahrhundert zurück. Er hat alleine zwischen 2000 und 2010 so viel Eis abgegeben, dass er einen Meeresspiegelanstieg von 1mm verursacht hat. Die Fließgeschwindigkeit des Jakobshavn Isbrae Gletschers beträgt im Sommer 20m pro Tag (Stand 2008). Am oberen Ende des Gletschers wurden teilweise sogar 46m/ Tag gemessen. Damit ist er der schnellste dauerhaft fließende Gletscher der Welt. Die Fließgeschwindigkeit wird durch ein riesiges Flusssystem unterhalb des Gletschers begünstigt. Jedes Jahr brechen schätzungsweise 35 Milliarden Tonnen Eis ins Meer.

Es wird vermutet, dass der Eisberg, den die Titanic 1912 rammte, vom Jakobshavn Isbrae stammte – im selben Jahr, in dem die Erstbegeher unserer Route, Quervain und Co., diesen Gletscher überquerten.

Gegen Abend haben wir das Swiss Camp erblickt (mittlerweile amerikanische Forschungsstation, die das Eis überwacht). Erstes menschliche Zeichen seit fast einem Monat. Wir sind noch ungefähr zwei Kilometer von unserem Camp entfernt. Unser Ziel ist es, morgen und übermorgen an den Stoberpunkten zu messen. Mehr dazu morgen

Sind froh, dass wir noch Schnee haben und er noch nicht weggetaut ist. Wer weiß wie es hier in 2 Wochen aussieht. Die Sonne leckt deutlich am Schnee.

Wir sind total glücklich, dass wir jetzt schon so nah an der Westküste sind und alles bisher so gut gelaufen ist. Kaum zu beschreiben.. Unsere Wunde heilen gut, z.B. die kleinen Erfrierungen und aufgeplatzen Lippen in unserem brauen Gesicht mit Brillenabdruck 😊

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Quellen:

https://www.swissinfo.ch/ger/swiss-camp-wacht-ueber-das-inlandeis-groenlands/1329574

https://www.spektrum.de/news/der-grund-des-schnellsten-gletschers-der-erde/1413907

https://de.wikipedia.org/wiki/Jakobshavn_Isbræ

https://www.dlr.de/content/de/bilder/2019/4/jakobshavn-isbrae-schnellster-gletscher-groenlands.html

https://www.dgpf.de/pfg/2009/pfg2009_1_Schwalbe.pdf

Foto: wikimedia

 

C24-21 und C25-21

C24-21 „Waschmaschine“, gewidmet „Ghetto 6“ in Margertshausen

Heute Vormittag kam der Wind aus unterschiedlichen Richtungen und der Schnee war warm und sehr nass, weswegen wir uns vorkamen wie in einer Waschmaschine.

Jeder von uns ist heute Vormittag mit einem Kite gestartet, dann wurde der Wind aber zu stark. Ab da gings zu dritt mit einem Kite weiter. Fühlt sich an wie Liftfahren. Ruppert vorne mit 4-m2-Kite und Franzi und Hanna mit Seil hinten dran. Mit 35-40kmh wäre der Wind für jeden einzelnen für uns zu stark gewesen. Die Sicht war sehr schlecht. Im Blindflug gings zum nächsten Camp. Da wir keinen Styroporschnee mehr haben, mussten wir heute Abend statt einer Schneemauer einen Schneehaufen bauen. Aber der Wind soll in der Nacht weniger werden. Morgen kiten wir nochmal, wenn die Bedingungen so wie vorhergesagt passen. Danach befinden wir uns im Einzugsgebiet des großen Gletschers Jakobshavn Isbræ bei Ilulissat. Sein Einzugsgebiet umfasst ungefähr 6,5% des Inlandeises. Müssen dann auf Spalten aufpassen. Es ist eklig, dass es so warm und dadurch nass ist.

Wer sich ein genaueres Bild von unserer Situation machen will kann sich mal „Nordpol“ von Helge Schneider anschauen 😁

 

C25-21 „Wunder der Natur“, Frank Ullmann

In der Früh haben wir einige Reparaturen erledigt. Dann gings mit den Kites weiter. Den Kite-Vormittag widmen wir heute an Enzo. Danke für deine großartige Unterstützung bei unserem digitalen Marketing!

Es ist wieder wellig – wie beim Aufstieg an der Ostküste. Angekommen auf einer Kuppe, sahen wir plötzlich riesige Eisaufwerfungen. Dachten erst es sind Spalten und haben uns angeseilt. Als wir näherkamen, stellten wir die Eisaufwerfungen fest, die von riesigen Seen abgeflossen waren. Die Eisskulptur heute geht an Robin Dammer-Plack. Sie war fünf Meter hoch, hat blau geschimmert, das Eis oben war aufgerissen. Das war die erste markante, krasse Veränderung. Wieder abgeseilt. Weiter gekitet. Aber der Boden war wie eine scharf-kantige Buckelpiste, weswegen wir die Kites wieder einpacken mussten.

Abends ging‘s dann weiter am Seil über die ersten Spaltenssysteme der Westküste durchzogen von Seen gefüllt mit blauem Eiswasser.

Ab jetzt geht es wieder zu Fuß weiter, weil das Gelände zu schwierig wird. Es sind noch 50km bis zu dem Ort, wo wir zwei Tage lang Messungen durchführen werden. Wir finden es ganz gut wieder langsamer unterwegs zu sein, so kommt der Kopf auch gut mit.

Langsam bekommen wir einen Geschmack von Sommer je weiter runter wir kommen. Freuen uns auf‘s Beachvolleyball spielen! Die Sonne brennt hier heiß runter und es wird deutlich wärmer.

Beim Abendessen mit Doris Auer haben wir mal weiter unten in der Essenstasche eine neue Geschmacksrichtung gefunden und es uns richtig gegönnt 😋

Gletscherfluss
(Quelle: https://lucaslaursen.com/building-a-better-glacial-speedometer/)

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Foto: Spurensuche2020-Expedition

C20 und C21

C20-21 „Kommune Qeqertalik“, „Langerringen – Da bin i dahoam“ gewidmet

Heute sind wir um 5 Uhr aufgestanden, haben die kleine Kites ausgepackt und sind in den Wind mit einer Geschwindigkeit von 30km/h gestartet. Wir bewegen uns mit dem Schneedrift über ein Schneefeld voller vom Wind entstandener Sastrugis Richtung Meer. Der Himmel kündigt den herannahenden Sturm an. Blöd ist, dass unsere Füße beim Kiten in den alpinen Schuhen kalt werden. Beim Laufen bleiben sie in den Expeditionsschuhen schön warm.

Am Abend war die Stimmung richtig schön. Die Sonne ging um Mitternacht unter und um 2 Uhr morgens wieder auf. Haben ein ein Meter tiefes Loch gebuddelt, damit das Zelt tiefer steht.

Insgesamt sind wir heute 110 km gekitet. Nach dem Abendessen um 2 Uhr nachts sind wir fix und fertig eingeschlafen. Wir haben bis auf die Eisdecke runtergegraben. Unter uns liegen jetzt 2000m Eis.

C21-21 „Eishotel“, Ramona Mörz gewidmet

Heute haben wir Heidi und Johannes Herden zum Essen in unser Eishotel eingeladen 🙂

Sitzen ins unserem ein Meter tiefen Schneeloch im Zelt, haben es uns sehr gemütlich eingerichtet, schöne Stufen zum Zelt und eine riesige bugartige Schneemauer gebaut.

Aktuell bläst der Wind mit 40km/h über unser Zelt hinweg. Wir erwarten morgen 90km/h starken Wind mit Böen mit einer Geschwindigkeit von 130km/h. Es hat -9°C, durch den Sturm wird es hier wärmer. Haben heute erst vier Stunden die Mauer gebaut, dann Mittagschlaf gemacht, Akkus geladen, Hörbuch gehört und Kocher gewartet. Freuen uns über all eure Nachrichten!

Eine Schneemauer bietet sehr guten Schutz vor Wind

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C18 und C19

C18-21 „Windspiel“, Stefan Jehmüller gewidmet

Wie angekündigt mussten wir heute einen Tag Pause einlegen. Diesen Tag widmen wir Sascha Paul.

Heute haben wir erstmal ausgeschlafen, viel gedöst, Kniffel oder Poker am Handy gespielt, Hörbuch gehört oder Nachrichten geschrieben. Ein Ohr ist immer beim Wind. Manchmal wummert es ganz laut am Zelt. Hier und da wagen wir einen vorsichtigen Blick nach draußen und machen Pläne für die nächsten Tage. Eventuell möglich wären zwei Tage kiten, aber wenn der Wind zu stark wird müssen wir uns beugen und mit der Natur mitgehen.

Rings um uns herum hat sich auf dem Zelt und den Pulkas Schnee angesammelt. Wir sind für starke Stürme, die in der kommenden Woche und auf der Westseite unserer Tour häufiger werde können, gut vorbereitet. Wir können eine Windmauer aus Schneeklötzen bauen oder uns eingraben. Sind gut in der Zeit.

Haben eine kleine Inventur vom Frühstück gemacht. Wir fühlen uns im Zelt eigentlich ganz sicher.

Heim-Expedition in der Hardangervidda (Norwegen)

C19- „Wie im Flug“, Platzhirsch Langerringen gewidmet

Diesen Kite-Tag widmen wir Susanne und Edith Oefele.

Nach dem Sturmtag im Zelt mussten wir heute erstmal die Schlitten ausgraben und das Zelt von Schnee befreien. Dann gings direkt vom Zelt aus mit den Kites los. Machen alle 20km Pausen um Messungen durchzuführen. Vormittags kommen wir mit 12-18km/h vorwärts, nachmittags mit ca. 20km/h. Es ist immer flach und geht leicht bergab.

Der Schnee ist vom Sturm geprägt und durchzogen von lauter kleinen Windverwehungen. Wir haben heute 80km geschafft, das entspricht ca. vier Tagesetappen.

Beim Laufen hat man zeit zum Nachdenken. Beim Kiten muss man sich sehr konzentrieren: wo fährt man hin? Was macht der Kite? Was macht der Wind? Wie steuert man? Wo ist die Route? Krass, was die Sensorik da leistet.

Um 18Uhr ließen wir es genug sein, auch um unsere Knie nicht überzubelasten, nicht, dass noch was passiert.

Morgen starten wir nochmal einen Kiteversuch. Bereiten uns langsam seelisch auf den Sturm vor, der uns für den 24. abends und den 25./26. Mai angekündigt wurde. Dank Frank Polte sind wir immer auf dem Laufenden was das Wetter betrifft und haben genug Zeit uns vorzubereiten und zu planen.

Ihr dürft uns in der Zeit gerne Nachrichten schreiben, haben dann viel Zeit zum Antworten 🙂

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C17-21 „Klimax“

Sebastian Wydra gewidmet

Was für ein Tag! Diesen Kite-Tag wollen wir David Severin widmen.

Angefangen hat es heute sehr gemütlich mit White Out. Der Vogel war nicht mehr da. Mittags kam die Sonne raus. Heute war ein sehr warmer Tag und wir sind fast 20 km gelaufen. Unser Wetterexperte Frank Polte hat uns empfohlen am Abend noch zu kiten, weil es für morgen eine Sturmmeldung gibt, weswegen wir einen Ruhetag einlegen müssen.

Der erwartete Wind hat sich um drei Stunden verspätet und wir konnten erst um 19Uhr loskiten. Ab dann ging‘s schön romantisch Richtung Sonnenuntergang, bis wir schlussendlich von einer dicken Wolkenwand überrollt wurden. Totales White Out und Sturm. Wir haben es gerade noch geschafft die Kites zusammenzupacken und eine riesige Schneemauer zu bauen. Um 0:30Uhr waren wir dann im Zelt.

Es war heute absolut überwältigend über den höchsten Punkt dieses Rieseneisschilds auf 2552m hinüber zu fliegen, der Wind hat uns geradezu darüber hinweggefegt! So schnell konnten wir gar nicht schauen!

Diesen Moment widmen wir an Jürgen Thiele, danke für deine Unterstützung!

Es war wirklich ein Spektakel, wie ein dramaturgisches Stück mit Klimax und Gipfel mit dabei.

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C16-21 „Tiereische Höhe“

gewidmet Eva Schreiber

Heute war der zweite Kitetag in Folge und wir widmen diesen Tag der Weiher Familie. Liebe Grüße in die Heimat!

Wir haben bald den höchsten Punkt unserer Expedition erreicht. Auch wenn wir heute Früh etwas schwer aus den Federn gekommen sind, weil wir Muskelkater von den 100km kiten gestern hatten, haben wir nach den ersten Metern zu Fuß dann doch noch den Kite als Unterstützung dazu genommen. Der Wind hat sich dann zu unseren Gunsten gedreht und wurde stärker, so konnten wir mit Ski im untersten Windbereich kiten. Wir mussten viele Achter mit den Segeln fliegen und haben unsere größten Kites verwendet: zwei 12er und einen 8er Kite. Um 18Uhr wurde es windstill- damit haben wir den Tag beendet.

Am Abend hat uns doch tatsächlich ein kleiner, gelber Vogel besucht und ist immer rund ums Zelt geflogen, hat sich im Zuggeschirr versteckt, hinter dem Schlitten und rundherum. Er ist gelb, weiß, braun und flauschig, ein bisschen größer als ein Fink. Wir haben ihm Nüsse hingelegt, hoffentlich findet er sie. Unsere Schneeskulptur für die Skiabteilung des TSV Schwabmünchen fand er besonders spannend und hat sich immer wieder daraufgesetzt. Die grönländische Eiswüste hat erstaunlich viele Tiere zu bieten.

Wir haben unser Zelt heute das erste Mal anders herum aufgebaut, diesmal nach Osten ausgerichtet, nicht nach NW. Die Sonne ist auf der anderen Seite vom Zelt. Eigentlich schaut es für Außenstehende überall gleich aus, aber für uns ist jeder Schlafplatz einzigartig, wahrscheinlich weil er auch verbunden ist mit dem Gefühl des Tages.

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C15-21 „Kite-Manöver“

Malte Storm gewidmet

Diesen Kite-Tag widmen wir Thomas Hitziger (Iceploration Expedition, Spurensuche 2020), der auch genau diese Strecke letztes Jahr mit seinem Team gekitet ist.

Die ersten 10km heute ist Hanna selbst gekitet, Ruppert ist mit den Schlitten vor gekitet und ohne Schlitten zurück, um die Franzi mit ihrem Schlitten zu holen. Danach sind wir alle drei gekitet. Heute haben wir es so gemacht, dass Ruppert und die Antenne auf der Route bleiben und Hanna und Franzi leicht daneben kiten. Die Kites am Himmel zeigen uns, wo sich die anderen jeweils bewegen. Die Route verlief heute Richtung NNW, da der Wind endlich mal von hinten kam, aus NNO. Wir mussten uns so weit rechts wie möglich halten bzw. gegen den Wind kreuzen.

Haben noch zwei Gänse Richtung Osten fliegen sehen und der Ruppert hat Beweisfotos von einer Polarfuchsspur gemacht 🦊
Das Kiten hat uns richtig viel Spaß gemacht nach den letzten zwei Wochen Laufen. Endlich sind wir flotter unterwegs und nicht mehr nur Schritt für Schritt, Kilometer für Kilometer.

Es liegen jetzt 250km hinter uns, das ist ungefähr so weit wie von Schwabmünchen nach Bamberg.

 

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C08-21 „Das Plateau“

gewidmet an alle Hauptsponsoren

Heute Vormittag hatten wir 25km/h Gegenwind und in der Mittagspause haben wir es uns im Biwacksack gemütlich gemacht, wo es schön warm war. Die Dichtemessung konnten wir in diesem Notshelter trotzdem durchführen.

Ab 13 Uhr kam ein leichter Ostwind auf, der uns von Frank Polte aus Norwegen gestern schon vorangekündigt wurde. Darauf haben wir uns am Abend vorher schon vorbereitet, aber leider war der Wind dann doch zu schwach – oder wir zu schwer. (Von der Hanna an Jens Kratzel: „Ich hab die Wiese im Aurachtal mit dem grönländischen Schnee getauscht.“) Wir haben zwar keine nennbaren Kilometer mit dem Schlitten geschafft, aber ein paar Runden kiten, die Spaß gemacht haben, oder ist das Zeitverschwendung?

Laufend gings dann weiter, sogar im T-Shirt. Das erste mal ist es ziemlich „flach“, schon noch steigend, aber keine Mulden mehr.

Segeln mit Last ist schwerer als man erwartet. (Spurensuche2020-Expedition)

C07-21 „Spielenachmittag“

gewidmet an Familie Weizenegger

Herzlichen Glückwunsch an Hermann Weizenegger, Franzis Papa, zum 60. Geburtstag!!!

Heute hat es 1cm Neuschnee und das Schlittenziehen geht leichter. Aber die Steigung und Sastrugis sind leider mit Ski nur schwer zu begehen. Vormittags haben die Wolken aufgerissen und das Schweizerland, unser Anhaltspunkt, war doch wieder zu sehen. Der Schnee glitzert. Die GNSS-Antenne, die mit einem Solarpanel betrieben wird, läuft den ganzen Tag und misst die genaue Position im Vergleich zu den vorherigen Überquerungen.

Heute ist die Franzi vorangegangen und hat navigiert. Es ist schön, dass wir uns abwechseln können. Der Vordere hat eine Halterung für das GPS-Gerät, wo die Tracks der Expedition von 2015 drauf sind. Damit wir die Daten vergleichen können, müssen wir auf der Linie bleiben.

Die Stimmung ist super, morgen können wir, wenn wir Glück haben, zwischen 10 und 13 Uhr kiten, weil der Wind dreht!

Beim Laufen spielen wir oft ein Spiel: der erste malt ein Bild, der zweite malt etwas dazu und der dritte muss dann erraten, was es ist. Dann noch zwei weitere Bilder und in der Pause wird eine Geschichte zu den Bildern erzählt. Untertags reden wir nicht viel, jeder läuft vor sich hin, aber wenn wir eine Pause machen, dann wird geratscht.

Wir schauen uns nicht mehr so oft um, ob ein Eisbär da ist und bauen auch keinen Eisbärzaun mehr auf.

Die Pasta mit Käsesoße heute Abend war in Gesellschaft von Traudl Egger besonders lecker!