C18 und C19

C18-21 „Windspiel“, Stefan Jehmüller gewidmet

Wie angekündigt mussten wir heute einen Tag Pause einlegen. Diesen Tag widmen wir Sascha Paul.

Heute haben wir erstmal ausgeschlafen, viel gedöst, Kniffel oder Poker am Handy gespielt, Hörbuch gehört oder Nachrichten geschrieben. Ein Ohr ist immer beim Wind. Manchmal wummert es ganz laut am Zelt. Hier und da wagen wir einen vorsichtigen Blick nach draußen und machen Pläne für die nächsten Tage. Eventuell möglich wären zwei Tage kiten, aber wenn der Wind zu stark wird müssen wir uns beugen und mit der Natur mitgehen.

Rings um uns herum hat sich auf dem Zelt und den Pulkas Schnee angesammelt. Wir sind für starke Stürme, die in der kommenden Woche und auf der Westseite unserer Tour häufiger werde können, gut vorbereitet. Wir können eine Windmauer aus Schneeklötzen bauen oder uns eingraben. Sind gut in der Zeit.

Haben eine kleine Inventur vom Frühstück gemacht. Wir fühlen uns im Zelt eigentlich ganz sicher.

Heim-Expedition in der Hardangervidda (Norwegen)

C19- „Wie im Flug“, Platzhirsch Langerringen gewidmet

Diesen Kite-Tag widmen wir Susanne und Edith Oefele.

Nach dem Sturmtag im Zelt mussten wir heute erstmal die Schlitten ausgraben und das Zelt von Schnee befreien. Dann gings direkt vom Zelt aus mit den Kites los. Machen alle 20km Pausen um Messungen durchzuführen. Vormittags kommen wir mit 12-18km/h vorwärts, nachmittags mit ca. 20km/h. Es ist immer flach und geht leicht bergab.

Der Schnee ist vom Sturm geprägt und durchzogen von lauter kleinen Windverwehungen. Wir haben heute 80km geschafft, das entspricht ca. vier Tagesetappen.

Beim Laufen hat man zeit zum Nachdenken. Beim Kiten muss man sich sehr konzentrieren: wo fährt man hin? Was macht der Kite? Was macht der Wind? Wie steuert man? Wo ist die Route? Krass, was die Sensorik da leistet.

Um 18Uhr ließen wir es genug sein, auch um unsere Knie nicht überzubelasten, nicht, dass noch was passiert.

Morgen starten wir nochmal einen Kiteversuch. Bereiten uns langsam seelisch auf den Sturm vor, der uns für den 24. abends und den 25./26. Mai angekündigt wurde. Dank Frank Polte sind wir immer auf dem Laufenden was das Wetter betrifft und haben genug Zeit uns vorzubereiten und zu planen.

Ihr dürft uns in der Zeit gerne Nachrichten schreiben, haben dann viel Zeit zum Antworten 🙂

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C17-21 „Klimax“

Sebastian Wydra gewidmet

Was für ein Tag! Diesen Kite-Tag wollen wir David Severin widmen.

Angefangen hat es heute sehr gemütlich mit White Out. Der Vogel war nicht mehr da. Mittags kam die Sonne raus. Heute war ein sehr warmer Tag und wir sind fast 20 km gelaufen. Unser Wetterexperte Frank Polte hat uns empfohlen am Abend noch zu kiten, weil es für morgen eine Sturmmeldung gibt, weswegen wir einen Ruhetag einlegen müssen.

Der erwartete Wind hat sich um drei Stunden verspätet und wir konnten erst um 19Uhr loskiten. Ab dann ging‘s schön romantisch Richtung Sonnenuntergang, bis wir schlussendlich von einer dicken Wolkenwand überrollt wurden. Totales White Out und Sturm. Wir haben es gerade noch geschafft die Kites zusammenzupacken und eine riesige Schneemauer zu bauen. Um 0:30Uhr waren wir dann im Zelt.

Es war heute absolut überwältigend über den höchsten Punkt dieses Rieseneisschilds auf 2552m hinüber zu fliegen, der Wind hat uns geradezu darüber hinweggefegt! So schnell konnten wir gar nicht schauen!

Diesen Moment widmen wir an Jürgen Thiele, danke für deine Unterstützung!

Es war wirklich ein Spektakel, wie ein dramaturgisches Stück mit Klimax und Gipfel mit dabei.

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Foto: Spurensuche2020-Expedition

C12-21 und C13-21

C12-21 „Eiszauber“, gewidmet an Ella Schleicher

Andrea Kiermeyr Fußabdruck

Schnee ist nach wie vor vormittags und ab 18Uhr sehr stumpf und rauh. Kommen deswegen nur schwer voran. Tagsüber macht er auf und wird gleitender. Der Schnee glitzert und wir können die Schönheit und Weite hier immer noch nicht glauben! Wir genießen besonders die Sonnenstunden, von denen wir zum Glück regelmäßig welche haben.

Wir sind gut in der Zeit. Rechnen mit 8-9 Tagen bis zum höchsten Punkt auf 2500m. Für den Hochweg haben wir mehr Zeit eingeplant als für den Weg hinunter Richtung Westküste, zum einen wegen der Steigung, aber auch wegen des Gegenwinds und Schlittengewichts.

Wir sind also guter Dinge, was die Zeitplanung betrifft, aber wir werden sehen.

Auf Instagram lief heute untertags unser kleines Rätsel, bei dem ihr raten konntet, 1. Wer von uns am längsten schläft, 2. Wer am meisten isst und 3. Wer am häufigsten friert. Die Antworten findet ihr unten auf dieser Seite oder auf Instagram in unserem nächsten Post.

[Markieren, um Lösung zu sehen: Rätsel-Lösung: 1. Hanna, 2. Ruppert, 3. Franzi]


C13-21 „Pulverschnee“, Karla Gry gewidmet

Heute hatten wir zum Abendessen Gesellschaft von Lena Ziegler. Wir haben die Pasta Carbonara und das Chili con Carne sehr genossen! 😀

Die Tage sind sehr ähnlich. Wetter bleibt im Moment gleich und die Marschabstände sind Routine. Heute Nacht waren es -30°C. Es war so kalt, dass vor der Maske die kondensierte Atemluft gefriert.

Wir haben philosophiert, was das alles bringt. 40 Tage durch Schnee und Eis. Keine Menschen. Keine blühende Natur. Es ist schön, das wir uns auch darüber auszutauschen wie es uns gerade geht, was die bevorstehende Zeit so bringt.. Was ist Urlaub/Freiheit? Wir haben Lust auf eine große Gartenparty mit vielen Menschen. Winken schon vorbeifliegenden Flugzeugen.

Es wird endlich ein bisschen flacher, Sastrugis sind immer noch da, dafür auch Pulverschnee! Man denkt man ist bald „oben“. Es sieht doch auch immer irgendwie anders aus. Es wird nicht langweilig.

Zum Thema Feuchtigkeit: Wir tragen zwei Paar Socken immer im Wechsel. Tagsüber wird das nichtgetragene Paar körpernah getrocknet. Abends zieht man die trockenen Socken an. Die benutzen, feuchten Socken werden zum frieren aufgehängt und am nächsten Tag dann wieder am Körper getrocknet. Das getragene Paar ist umhüllt von einer Plastiksocke und dem Schuh, damit die Feuchtigkeit nicht in den Schuh kann und da gefriert. Dasselbe machen wir bei unseren Schlafsäcken: Vapour Barrier Liner (vpl) verhindert, dass bei extremer Kälte durch Verdunsten Wärme verloren geht und vermindert die Gefahr von Dehydrierung.

Heute hatten wir zum Abendessen Gesellschaft von Lena Ziegler. Wir haben die Pasta Carbonara und das Chili con Carne sehr genossen! 🙂

Unser Ding des Tages: Palos Santos-Räucherholz, das gewissen Gerüche überdeckt J

Campaufbau (reale Dauer ca. 2h)

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